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Fire??Fooooooooooorrreeeeee – der Grill?n Golf 2005

Jul 8th 2005
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Selten spielt das Wetter so mit, ein wenig Sonne, ein paar Wolken und 23 Grad. Ideal! Aber ob der Ball dadurch besser und schneller zum Ziel kommt? Marcel, der Gründer des Lost Canyon Royal Crossgolf Club, kann diese Frage auch nicht beantworten und schl?gt den Ball mit seinem Driver quer über die Range weit über die 250 Meter Grenze. Die “Edelgolfer” mit ihren teuren Bällen und Schlägern schauen etwas skeptisch auf die zwei Damen und vier Herren, welche mit Capes, Military Kurzhosen und Hawaii – Hemden neben ihnen abschlagen. “Foooore” hallt es von Marcel und sieht seinem Ball hinterher der kurz vor den Platzgolfern vom Zaun der Driving Range abgefangen wird. Doch was macht die nicht ins Bild der “Edelgolfer” passende Truppe auf der Range? Es ist die Aufwärmung für den folgenden Grill’n Golf. Das Grillen und Platzgolfen nicht zusammenpasst ist nicht tragisch da der bunte Haufen Crossgolfer sind und sich auf den Äckern und Feldern der Schweiz für die nächste Etappe der Swiss Mountain Crossgolf Tour vorbereiten. Eine Weile später hatte jeder seine 25 Bälle ?ber die Wiese vor dem Clubhaus von Bubikon geschlagen, mal weiter, mal kürzer, oder einfach verschossen. Urs und Sepp waren die Exzentriker und fällten die Wiese mit jeweils 50 Bällen. Robby ließ sogar anstatt des Balles seinen Schläger durch die Luft fliegen. Das obligatorisch “Fooorrrreee” durfte natürlich nicht fehlen. Aufgewärmt und mit Neugier ging es dann zum Headquarter des Lost Canyon Royal Crossgolf Clubs um noch die orange Fahne zu holen, die zur Zielmarkierung dienen sollte.
Angekommen! Der Platz: Nicht gemäht sondern von Kühen flach gefressen, leichte Hanglage und mit einem traumhaften Ausblick über das Züricher Oberland bis zu den Alpen. Crossgolf heißt vor allem Spaß an der Sache – dem “Back to the Roots” – Golfen. Dem Motto des Tages, dem Grill’n Golf, entsprechend wurde erst einmal der kleine Gasgrill angeschlossen und bei kühlem Bier und heißen Spareribs relaxt. Dass dem kulinarischen Genuss vom Grill noch der sportliche folgen sollte interessierte noch niemanden nach dem Abenteuer Driving Range. Und doch ging es los. Bepackt mit Golfbällen, Tees und Schlägern ging es zur Wiese. Zum Einspielen steckte Sepp, der schon von Anfang an die Tour mitspielt, die Fahne ungefähr 100 Meter von uns entfernt in den Boden. Eine leichte Aufgabe dachten alle. Nicht etwa die Kunst des Puttens, des Einlochens, ist beim Crossgolf gefragt, vielmehr die spannende Frage ob man seinen Ball wieder findet und ohne einen “Missed Ball” an die Fahne zum Ziel kommt. Im Gegensatz zur Tour wo das Ziel nur einen halben Meter um die Fahne ist, wurde hier am Vorbereitungstag mit einer Schlägerlänge zur Fahne gespielt. Den ersten Abschlag bekam natürlich der Präsident. Nach zwei Probeschwüngen flog der Ball durch die lauwarme Luft und … driftete nach rechts ab. Rechts war kein Problem, wäre da nicht der Hang gewesen. Während die anderen ihre Bälle in Richtung Fahne fliegen liessen, begab sich Marcel schon mal auf Ballsuche, was sich nicht einfach gestaltete, da die Kühe einige grüne saftige Grasbüschel übersehen hatten, die aber ein ideales Versteck für den Ball boten. Zum Erstaunen aller fand jeder seinen Ball wieder und es ging zum “Einlochen”. Gewinner des ersten Kurses mit einem Par war Sepp der Touroldie. Die Tagesregel besagte das der Gewinner eines Kurses den Nächsten stecken muss – und Sepp steckte. In die Ecke den Berg hinauf.
Die Sonne brannte ins Gesicht und das hoch und runter, dem Ball hinterher, forderte die ersten Schweißtropfen zu Tage. Das dies im Club auf dem Platz im Tal nicht so anstrengend gewesen wäre, okay, doch die Aussicht belohnte für die Strapazen.
Inzwischen steckte Robby den vorletzten Kurs, von oben ins Tal. Sehr weit, kurz vor dem Zaun, die Alpen mit den weißen schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund. Der Sieg war ihm nun kaum noch mit drei gewonnenen Kursen zu nehmen. Das Tee steckte und der Ball ruhte auf dem kleinen Holzständer. “Firreee…” und es ging los. Der Ball flog und flog und flog. Die Richtung war perfekt, nur die Weite stimmte nicht und so ging er ins hohe Gras über den Zaun auf den Nachbaracker. Marcel sollte es nicht anders gehen. Mit systematischen Teamsuchen fanden sich die Abkömmlinge jedoch schnell und es konnte ohne einen “Missed Ball” weitergehen. Trotzdem konnte Sepp diesen Kurs gewinnen und mit Robby gleichziehen. Entscheidung!
Geführt vom Spirit des Tiger Woods steckte Sepp die Fahne weit oben in herrlich riechenden Kuhdung. Und dann passierte es. Last but not least. Alle spielten im hohen Bogen in Richtung im Wind wehenden Fahne und Robby legte seinen Ball nur vier Meter von der Stange ab. Ein Schlag und der Birdie war perfekt. Gewonnen! Besonders Marcel konnte es nicht fassen dass der einzige Deutsche alle Schweizer abzockte und kündigte Revanche an.
Bälle wurden kaum verloren und der Übermut siegte. “Lass uns zur Kabelrolle durch den Wald spielen!” rief Sepp. Und alle folgten. Jeder schlug seinen kleinen weißen Ball quer durch die Bäume. Bevor alle sieben wieder auf der Wiese standen hatten wir vier “Missed Balls”. Auch nach einer längeren Suche konnten die Abkömmlinge nicht im dornigen feuchten Unterholz gefunden werden. Ein neuer Ball und Abschlag auf Laub. Hier war es wenigstens angenehm kühl und schattig. Marcel ist der Letzte im Wald. Er holt aus, schwingt, der Ball fliegt hoch durch die Äste der Bäume in Richtung Wiese und es hallt vom Wald heraus “Fooooorrrrreeeeeee…”

Mehr Informationen zum Lost Canyon Royal Crossgolf Club unter www.lostcanyon.ch


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