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Beruf Fotograf als “Quereinsteiger”?

Mar 12th 2009
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Vor einiger Zeit erreichte mich eine Mail von einer Besucherin meiner Website. Der Inhalt war folgender:

ich bin über Ihren Webauftritt auf Sie aufmerksam geworden.
Sie werden sich bestimmt fragen, weshalb ich Ihnen eine E-Mail schreibe?
Nun, die Sache ist die:
Durch viele Höhen und Tiefen in meiner beruflichen Orientierung habe ich mir nun ein Ziel gesetzt – Ich werde Sportfotografin – und um dieses Ziel zu erreichen benötige ich fachkundige Informationen von Personen, die in  diesem Bereich tätig sind.
Im folgenden werde ich einige Fragen formulieren, die mich in Bezug auf Ihren Beruf interessieren:
- Wie sieht Ihr ganz normaler Arbeitsalltag aus?
- Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
- Was muss man Ihrer Meinung nach dafür können – fachlich und auch nicht-fachlich?
- Was sind besondere Vorteile und Erfolgserlebnisse dieses Berufs?
- Was sind spezifische Nachteile und Belastungen?
- Haben Sie eventuell einen Tipp, mit wem ich noch in Kontakt treten sollte?

Natürlich stieg mein Ego schon ein wenig. Ich weiss nicht genau ob es daran lag das ich im Netz gefunden werde,  oder weil eine solche, für Sie sehr wichtige, Frage an mich gerichtet wird.
Eine Mail zur Beantwortung wollte ich nicht schreiben, da ich denke das es einige andere auch interessiert. Darum  stelle ich  meine Antworten öffentlich. Es spiegelt jedoch nur meine Meinung und jeder andere denkt vermutlich ähnlich oder total anders.

Wie sieht Ihr ganz normaler Arbeitsalltag aus?
Zunächst muss ich sagen das ich meinen Lebensunterhalt nicht mit Fotografie verdiene und es auch in absehbarer Zukunft nicht nicht vorhabe. Die Fotografie ist ein Hobby, welches jedoch, vorallem am Wochenende einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Einerseits das teilnehmen an Veranstaltungen, das Vor- und Nachbereiten, die Anreisen, das bearbeiten der Bilder, das Vermarkten und Veröffentlichen nehmen eine gewaltige Zeit in Anspruch. Wichtig sind dabei Workflows und Tools (und sei es nur eine Batch-Verarbeitung die Bilder für die Website optimiert) die helfen
Zeit zu sparen. Ich denke je mehr man damit zu tun hat, vorallem wenn man seine Brötchen damit verdient, umso mehr Gedanken sollte man sich darüber machen.

Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
Nur ein Hobby.

Was muss man Ihrer Meinung nach dafür können – fachlich und auch nicht-fachlich?
Ein selbstständiger Fotograf sollte ein Allround-Talent sein. Nur das fotografieren reicht leider nicht aus.
Grundlagen des Marketings sollten beherrscht werden. Was nützen mir die schönsten Bilder, wenn ich nicht weiss wie ich Sie – gewinnbringend – unter die Leute bringe. Ebenso sollte man Kontaktfreudig und Verlässlichkeit an den Tag bringen.

Was sind besondere Vorteile und Erfolgserlebnisse dieses Berufs?
Die freie Zeiteinteilung ist wohl eines der besten Gründen. Aber immer bedenken: Selbstständig heisst: Selbst und ständig. Gerade der Aufbau und Anfang nimmt viel Zeit und Mühe in Anspruch. Aber wenn man dann seine ersten Bilder erfolgreich an eine Zeitung, Magazin o.ä. verkauft hat ist es schon ein Erlebnis.

Was sind spezifische Nachteile und Belastungen?
Vorallem der starke Wettbewerb von etablierten Kollegen und die sinkenden Preise bei Bildern können schnell zur Belastung werden.

Haben Sie eventuell einen Tipp, mit wem ich noch in Kontakt treten sollte?
Da könnte man viele nennen. Grundsätzlich würde ich mir einen Business-Plan kurz und knapp aufschreiben. Dieser sollte lieber zu negativ ausfallen. Lieber mit weniger rechnen als auf die Nase fallen. Helfen kann da das Internet und diverse Seiten zum Thema, Steuern, Selbstständigkeit (Künstlersozialkasse und IHK).
Um Erfolgreich als Fotograf durchzustarten bedarf es einer guten Planung und wie so oft einer Nische. Oftmals empfiehlt es sich neben dem Job das ganze über eine Zeit lang auszubauen um dann das Hobby zum Beruf machen zu können.
Solltet Ihr noch Ideen und Anregungen haben, schreibt es in die Kommentare.


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One Response

  1. Wim says:

    Hallo Robert,
    Ik weet dat jij Nederlands verstaat. Hopelijk komen de lezers hier ook uit.

    Helemaal met jou antwoord eens. Zelf heb ik inmiddels besloten helemaal als hobby verder te gaan. Ik heb wel ooit enkele beelden van VC Weert verkocht, en het is een prachtige ervaring om die dan in een tijdschrift te zien staan. Echter daarvoor beoefen ik deze prachtige hobby niet. De contacten en de vele mensen die ik er blij mee maak, dat zijn de beweegredenen om steeds weer het fototoestel ter hand te nemen. En de meeste professionals kijken niet neer op de betere hobby fotografen, er is concurentie maar ook duidelijk respect voor elkaar. Tegenwerking komt meer van organisatoren van evenementen. Overigens zie ik jou echt als professional hoor. Prachtig wat ik tot nu toe op je site zie langskomen.

    Freuntliche grussen aus Limburg, Nederlande

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